Achtsamkeit-tools als Unterstützung im Umgang mit der aktuellen Situation

Liebe Leser, Liebe Leserin

Hallo! Wie geht es Dir?

Wie fühlst du dich in dieser Corona Situation?

Wir haben es im Moment mit einer ganz neuen Situation zu tun. Uns werden immer wieder andere Verbote aufgelegt und wir haben uns an viele neue (verständliche und manchmal auch unverständliche) Regeln zu halten. Wir dürfen uns nicht Umarmen und unsere sozialen Kontakte sind auf ein Minimum reduziert. Manche haben mehr Zeit, welche sie aber nicht nutzen können und manche erleben eine radikale Umstellung in ihrer Arbeitswelt, wobei sie ziemlich gefordert sind. Eltern sind zuhause und probieren sich in ihrer neuen ‚Berufung’ als Homeschool Teacher zurecht zu finden. Kinder, egal welches Alter, sitzen stundenlang hinter dem Haus-Computer, sind genervt, gestresst, haben zu wenig Bewegung und essen zu viel...Mama und Papa sollten beide auch noch die Arbeit auf dem Computer erledigen. Sie stehen Schlange. Eltern sind gefordert und überfordert weil sie auf ein mal Lehrer, Mutter, Vater, Therapeut, Kollege und ‚Gspänli’ sein müssen.

Ich las eine schöne Beschreibung eines Corona-Tages einer Mutter. Danke K.W.F. !

Sie schrieb:

Zwischenbilanz nach x-Wochen Lockdown (ich habe aufgehört zu zählen) und der ersten Woche verbindlichem Fernunterricht:
K1 hat sich in seinem Zimmer verbarrikadiert und taucht nur noch zu den Hauptmahlzeiten oder für eine Aussenaktivität auf. Schulstoff wird prinzipiell nur zwischen 21 und 23 Uhr erledigt. Mutter wartet gespannt auf das erste Feedback der Lehrperson. K1 hat endlich ausreichend Zeit für alle seine eigenen Interessen. Für K1 könnte es ewig so weiter gehen…
K2 stellt täglich die fachlichen und pädagogischen Kompetenzen der Mutter lautstark und nachdrücklich in Frage. Es vermisst schmerzlich seine tolle Lehrperson und auch ein bitzli seine Gspänli. Es zeigt der Mutter klar und deutlich, dass Schulerfolg wesentlich von einer guten Lehrer/in – Schülerbeziehung abhängt. Eine gute Mutter-Kindbeziehung reicht in diesem Fall nicht aus.
K3 wurde durch Corona in seine Vor-Kindergarten-Zeit zurückkatapultiert. Sobald Mutter aus seinem Blickfeld verschwindet, geht der Alarm los. Mutter fragt sich, wie lange die Nach-Corona-KiGa-Eingewöhnungsphase dauern wird. Auch für K3 könnte es ewig so weiter gehen…
Für die Mutter kann es definitiv nicht mehr lange so weiter gehen. Die Nerven liegen blank (das einzige, was in ihrem Haushalt noch blitzblank ist) zwischen Hausarbeit, Homeschooling und der damit verbundenen 24h-Dauerpräsenz der Kinder und der Erwerbsarbeit. Mutter ist NICHT multitasking und eine Liebhaberin stiller Momente. Der jetzige Zustand widerspricht ihrem Naturell gänzlich.
Die Mutter ist den Lehrpersonen, die in der jetzigen Lage ihr Bestes geben, Tages- und Wochenpläne erstellen und kreative Videos zur Motivation des Nachwuchses drehen enorm DANKBAR. Sie sind eine kostbare Anlaufstelle und auf vielfältigen Kanälen für Probleme aller Art fast rund um die Uhr erreichbar. «Was jeweils nicht gut ist oder "man" anders machen müsste, wissen immer alle sehr schnell und besser» sagte kürzlich ein Schulleiter. 
Ich als Mutter sage: Wenn jeder momentan sein Bestes gibt, dann reicht das völlig aus. Perfekt können wir irgendwann später wieder…


Ihr Text hat mich motiviert diesen Blog Eintrag zu schreiben. Ich, als Lehrerin Bewegung und Sport, muss für die nächste Woche irgendwie Kontakt mit den Schüler und Schülerinnen aufnehmen und habe beschlossen dies mit einer sehr kurzen Übung zu tun, die vielleicht auch für dich nützlich sein kann. Es ist eine Übung um innerhalb drei Minuten deinen Kopf frei zu bekommen:

Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum.In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen.In unserer Reaktion liegen Wachstum und unsere Freiheit.
Viktor Frankl

Ich bin sehr Dankbar, dass ich mich in den letzten Jahren mit der Achtsamkeit auseinandersetzen durfte. Ich weiss nicht ob es mir sonst so gut gehen würde. Weil wir im Moment nicht raus gehen dürfen habe ich mich entschlossen nach innen zu gehen. Die Zeit zu nutzen um zu Meditieren, zu reflektieren und über das Leben nachzudenken. Ich bin in der bevorzugte Lage dies tun zu können. Solche Texte wie der von meiner Kollegin zeigen mir immer wieder auf, wie schwierig diese Zeit für Familien ist. Dann stelle ich mir vor was das alles mit den Emotionen unserer Kinder macht. Wie geht es ihnen, wenn sie wieder in der Schule zurückkommen? Meiner Meinung nach, müssen wir Lehrpersonen uns sich sehr gut um sie kümmern!

Ich habe mir überlegt, was ich noch weiteres tun kann und habe mich entschlossen ein Angebot zu machen für AmiKil-die Toolbox (Achtsamkeit mit Kindern leben...und weitergeben) . Eine Box mit 109 Achtsamkeitsübungen für Kinder, ein Handbuch, 36 Yogakarten mit Übungsbeschreibungen und –Zeichnungen und 18 Digitale Achtsamkeitsübungen.

Normalerweise kostet diese Toolbox CHF 189.- und als Corona Angebot würde ich bis 11.Mai 25% Rabatt geben. Sie kostet dann nur CHF 140.-.

 Weitere NEWS:

Anfangs dieser Woche habe ich ein sehr schönes Zoom Gespräch mit Herrn Tobias Röder von Institut AVE (Achtsamkeit, Verbundenheit und Engagement) gehabt. Die AmiKil Toolbox wird bei der AVE’s Ausbildung ‚Zusatzqualifikation für achtsamkeitsbezogene Lehrerbildung’ im Angebot aufgenommen. Das Institut AVE hat einen Wissenspool auf ihrer Homepage mit Tipps für Eltern und noch weitere informative Achtsamkeitsthemen.

Es lohnt sich mal rein zu schauen:

Als letzte füge ich noch eine längere Übung für Jugendliche hinzu:

Ich hoffe, dass auch die Jugendlichen sich einen Moment Zeit nehmen in sich zu gehen. Einfach mal neugierig, ohne Wertung und neugierig nach innen schauen. Vielleicht alle Erkenntnisse mal in einem Journal fest zu halten? Weil Jugendliche die Neigung haben sich in Probleme fest zu klammern möchte ich für sie diesen Spruch noch loswerden.

Mein Leben war voller Probleme,

Die meisten haben nie statt gefunden

Mit jedem bisschen Achtsamkeit, sind wir alle auf dem Weg zu einer friedvolleren, bewussteren Welt. Mit jeder Achtsamkeitsübung kommen wir so einer bessere Welt ein bisschen näher.

 In diesem Sinne wünsche ich dir eine Zeit mit bewusster Wahrnehmung der schönen Momente wobei wir in der Lage sind die schwierigen Momente in den Hintergrund treten zu lassen.

 

Herzlichst

Erica Fankhauser

Achtsamkeit Schweiz