Sprung ins Glück!

SPRUNG INS GLÜCK! 

Als ich dieses Foto von einem Kollege sah, machte mir das so richtig happy. Freiheit, Fröhlichkeit, Bewegung, dich an etwas halten können… Sachen die uns unser Leben lebenswerter machen. Natürlich, er lebt auf einen Schiff und ist das ganze Jahr auf den Ozean…nicht gerade eine alltägliche Situation. Nicht so wie unser Leben hier an Land. Das Gefühl was das Photo wiedergibt, können wir uns aber auch holen! 

Im Moment von seinem Sprung ist mein Kollege voll im Hier und Jetzt. Er fühlt seine Freiheit, er fühlt den Sand unter seinen Füssen. Er riecht das Meereswasser. Eine „mindful situation“, eine achtsame Situation.

Das Gefühl, dass die Welt stillsteht, dass du einfach Glücklich bist, das möchte doch jeder! Aber wie schafft man das? 

Am Anfang, als ich die Achtsamkeit erleben dürfte, lernte ich regelmässig zu meditieren und meinen Atem zu beobachten, das Kontrollieren und Loslassen. Ich dürfte damals wieder solche Glücksmomenten erleben. Sie waren nur kurz aber sie waren (wieder) da. Die kindliche Glücksmomente die in Laufe der Zeit verschwunden waren. Die Momenten machten mich süchtig nach mehr und ich vertiefte mich mehr und mehr in das Thema Achtsamkeit. Ich machte und mache immer noch Ausbildungen und Weiterbildungen zum Thema Achtsamkeit, Meditation und Yoga und habe gemerkt, dass ich es weitergeben möchte! Hier mal ein paar Tips wie du die Achtsamkeit kennen lernen kannst.

Es beginnt damit, dass wir lernen unseren automatischen Pilot auszuschalten. Der automatische Pilot veranlasst uns zu Handlungen, die wir automatisch, ohne all zu viel nach zu denken, machen. So kannst du während dem Kochen noch gut mit jemanden sprechen. Du kochst auf dem automatischen Pilot. In diesem Fall ist es noch von Vorteil. Man sagt aber nicht umsonst „mit Liebe Gekochtes schmeckt besser“. Die Liebe können wir nur mit Aufmerksamkeit dazu geben. Es wird aber problematisch wenn du den automatischen Pilot nicht mehr abstellen kannst. Du wirst gelebt und kannst nicht mehr geniessen von alles um dich herum. Wenn dir das bewusst wird kannst du folgendes machen:

Du musst trainieren dir deiner Gedanken bewusst zu werden. Du musst sie beobachten und wenn du merkst, dass du mit deinen Gedanken bei etwas anderes bist als bei dem,  womit du dich gerade beschäftigst, musst du trainieren sie wieder zurück zu bringen in das Hier und Jetzt. Deine Gedanken sind dir in diesem Fall davon geschlichen, du merkst es aber und du bringst sie wieder zurück zu deine eigentlichen Handlung. 

tja, klingt gut, aber wie machst du das?

Einfach: Üben, üben, üben!

Lasse deine Gedanken nicht dich beherrschen, lerne deine Gedanken zu beherrschen. 

Es gibt viele Möglichkeiten dies zu trainieren. Ich gib dir hier ein paar Übungen. Hierbei geht es eigentlich immer um eine sogenannte ‚Check-in‘ bei dir selbst. 

Übung 1.

Der Atem check-in

Werde dir deiner Atmung ein paar Mal am Tag bewusst. Wenn du das machst, kreierst du eine Art Kontrolle über deine Gedanken. Immer wenn du einen Check-in über deine Atmung machst, ist das dein „Anker“ um deine Gedanken wieder ins Hier und Jetzt zu bringen. Probiere das täglich und du wirst merken, dass es jeden Tag eine bisschen einfacher wird.

Übung 2.

Der Pause Knopf

Gönne es dir mal, nichts zu machen. 
Setze dich ein paar Minuten pro Tag hin und gönne deinen Gedanken mal eine Pause. Deine Gedanken sind sich so daran gewöhnt, immer an etwas denken zu müssen, dass ein paar Minuten Pause wunder bewirken für deine Aufmerksamkeit. Benütze es wie eine Art Pause-Knopf, um deinem Gehirn einen Reset zu gönnen.

Übung 3.

Werde dir deiner Gedanken bewusst bei häuslicher Arbeit.

Wenn du am Staubsaugen bist, wandern deine Gedanken schon schnell überall hin. Überall ausser zu deiner Handlung im Hier und Jetzt: dem Staubsaugen. Beobachte deine Gedanken und nimm sie wahr. Im Moment, in dem dir bewusst wird, wo deine Gedanken sind, bringst du sie zurück zu deiner Handlung: dem Staubsaugen.  Diese Übung kannst du bei all deinen Arbeiten machen. So wird den Haushalt zu deinem Trainingsfeld!

Übung 4.

Achtsam Beobachten

Eine sehr simple aber effektive Übung:
Wenn du bei dir zuhause sitzt und dir ein paar Minuten für dich gönnst, nimm dir irgendetwas im Fokus und schaue es dir an, als ob du es noch nie gesehen hättest. Mit eine kindlichen Neugier beobachtest du z.B. eine Pflanze, deine Katze oder einen Baum draussen. Passe auf, dass du nicht zu starren anfängst, weil dann die Gefahr droht , dass deine Gedanken vom Objekt abschweifen. Du beobachtest das Objekt, als ob du es zum ersten Mal siehst und du fühlst dich verbunden mit dem Raum um dich herum.

Übung 5.

Benütze deine Sinne. 

Benütze bei verschiedenen Sachen bewusst deine Sinne. Beobachte mal was du hörst, was du fühlst, was du siehst oder riechst. Dies kannst du z.B. am Morgen machen, wenn du das Haus verlässt, um arbeiten zu gehen. Stehe einen Moment still, bei dem was du hörst oder fühlst, siehst oder riechst.
Bild: benütze deine Sinne: Was siehst du auf dem Bild?

Bild: benütze deine Sinne: Was siehst du auf dem Bild?